Einwilligung, die tatsächlich zurückhält, und Pflichtseiten

Ein Hinweis, der nur fragt und sonst nichts ändert, ist Theater. Deshalb zwei
Hälften, und die zweite ist die wichtigere.

Die Frage: serverseitig gerendert, per Formular beantwortet, ohne JavaScript -
die öffentlichen Seiten laufen mit script-src 'none', und ein Banner mit
Skript wäre das eine, was diese Regel bricht. "Alle akzeptieren" und "Nur
notwendige" sind dieselbe Art Knopf, gleich groß, nebeneinander. Die
Entscheidung steht in einem eigenen Cookie: Fassung der Frage, gewährte
Gruppen, Zeitpunkt. Keine Kennung, kein Serverabgleich, ein halbes Jahr. Kein
CSRF-Token, absichtlich: die Anfrage ändert nichts auf dem Server, und ein
Token bräuchte für jeden Besucher eine Sitzung - genau das, was ein
Einwilligungshinweis vermeiden soll. Geprüft wird stattdessen das
Rücksprungziel.

Das Zurückhalten: der neue Block "Externer Inhalt" (Dokumentschema v14) lädt
ohne Einwilligung nichts - kein iframe, keine Adresse im Markup, frame-src
'none'. Der Platzhalter nennt den Anbieter; sein Knopf gewährt genau diese
Gruppe und nimmt die vorher gewährten mit. Erst danach kommt der Host in die
Sicherheitsrichtlinie, und nur dieser. Im Editor bleibt es immer ein
Platzhalter.

Datenschutz und Impressum sind keine Einstellung mehr: fehlen sie, warnt die
Verwaltung und legt sie auf Knopfdruck als Gerüst an, mit NOCH AUSZUFÜLLEN an
jeder Pflichtangabe. Den Text schreibt das CMS nicht - das ist eine rechtliche
Aussage über eine Firma. Verlinkt werden beide aus dem Template, nicht aus dem
Fußbereich: ein Pflichtlink, den man löschen kann, ist keiner.

Dazu der Fehler, den Umut im Screenshot gesehen hat: die Wortmarke stand als
Buchstabenkolonne in einem 60 Pixel breiten Kasten. .site-header war noch ein
Flexcontainer aus der Zeit des handgeschriebenen Markups und quetschte die
Sektion zusammen, und design.css band jede Designklasse an #main - wo Kopf-
und Fußbereich seit ADR 026 nicht mehr liegen. Beides behoben.

Neu im Ausbauplan: Statistik (serverseitige, wiedererkennungsfreie Zählung,
die deshalb keine Einwilligung braucht), Inhalte und Ladeverhalten prüfen
(Blättern überall, minimal laden, Ladebudget), Installer (Schritt für Schritt
im Browser, Migration inklusive).

245 PHP-Tests / 976 Assertions unter PHP 8.2.12 und 8.4.22. Der Browsertest
fand zwei Fehler von mir: grauer Text auf dunklem Fußbereich mit 2,24:1, und
das fixierte Banner verdeckte den Einwilligungsknopf am Seitenende.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
kantarciandClaude Opus 5 committed 2026-09-12 19:27:41 +02:00
1 parent 84d471acd9
commit ee446f1ea1
30 files changed
+1298 -154

No files matched your search

+43
View File
@@ -157,6 +157,49 @@ Anbieter und Tarif festlegen. MySQL oder MariaDB tatsächlich nachweisen statt n
Abnahme: Die Anwendung läuft auf dem Zielhosting mit MySQL. Messungen mit realen Inhalten liegen vor, einschließlich der Bedingungen.
### L – Statistik (Nutzerauftrag vom 12.09.2026)
*Braucht: nichts.*
Umut: „Als todo noch statistik kannst du das einbauen. Wieviel wann wo wie die seite benutzt haben?“ Ja – und zwar so, dass sie **keine Einwilligung braucht**, denn eine Messung, die niemanden wiedererkennt, ist keine Verarbeitung, über die zu fragen wäre. Das ist der Unterschied zu Google Analytics und der Grund, warum das Banner davon unberührt bleibt.
**Erhoben wird serverseitig, beim Ausliefern der Seite:** Tag und Stunde (UTC), Pfad, Antwortstatus, ob es ein Erstaufruf oder eine Folgeseite war (aus dem Referrer derselben Website), Herkunftsdomain bei externem Referrer, Gerätegröße-Klasse aus keinem Cookie sondern aus nichts – das geht nicht, also entfällt „wo auf der Seite geklickt wurde“ ersatzlos, solange kein Skript läuft.
**Gespeichert wird kein Datensatz je Aufruf, sondern ein Zähler:** eine Tabelle `stat_hit` mit `(day, hour, path, status, referrer_host)` und `count`, hochgezählt per `INSERT ... ON CONFLICT DO UPDATE`. Keine IP-Adresse, kein Kennzeichen, kein Cookie, keine Sitzung – auch nicht gehasht, denn ein Hash einer IP-Adresse bleibt ein Personenbezug. Dadurch wächst die Tabelle mit der Zahl der Seiten, nicht mit der Zahl der Besuche.
**Was das beantwortet:** wie viele Aufrufe wann, welche Seiten, woher verlinkt, welche Adressen 404 liefern, wie sich das über Wochen entwickelt.
**Was das nicht beantwortet, und zwar nie:** Besucher gegen Aufrufe (ohne Wiedererkennung nicht unterscheidbar), Verweildauer, Absprungrate, Klickpfade einzelner Personen, Land oder Stadt. Wer das braucht, braucht Wiedererkennung, und damit eine Einwilligung – dann wäre es ein eigener Baustein in der Gruppe `statistics`, die dafür schon existiert.
**Umsetzung:** ein Abonnent, der nach der Antwort zählt (nur `text/html`, nur Status 200/404, Verwaltung und Assets ausgenommen, Bots per User-Agent-Muster verworfen), ein Bildschirm „Statistik“ mit Tages- und Wochensicht als serverseitig gezeichnetes SVG-Balkendiagramm ohne JavaScript, Aufbewahrung 14 Monate mit Verdichtung auf Tageswerte nach 60 Tagen, und ein Export als CSV. Abnahme: ein Aufruf erhöht genau einen Zähler; ein Aufruf der Verwaltung erhöht keinen; die Tabelle enthält nach 1000 Aufrufen keine Spalte, aus der eine Person hervorgeht.
### M – Inhalte und Ladeverhalten prüfen (Nutzerauftrag vom 12.09.2026)
*Braucht: nichts.*
Umut: „alle inhalte prüfen immer pagination und minimal laden“. Als durchgehende Regel, nicht als einmalige Aufräumaktion:
- **Jede Liste blättert.** Beitragsarchiv (zehn je Seite) und Mediathek (24 je Seite) tun es. Zu prüfen und zu ändern: Seitenübersicht, Fassungsliste (feste Obergrenze 30 statt Blättern), Formulareinsendungen (feste Obergrenze 50), Benutzerliste, Weiterleitungen, Menüeinträge. Eine feste Obergrenze ist kein Blättern: sie verschweigt, dass etwas fehlt.
- **Bilder minimal.** `loading="lazy"` und `width`/`height` überall, `srcset` mit den vorhandenen Breiten statt einer Größe für alle, und kein Bild über der Falz mit `lazy` (das verzögert das Wichtigste).
- **Ein Ladebudget je Seite**, in der Browserprüfung nachgemessen statt geschätzt: HTML, CSS und Bilder je Seite mit einer Obergrenze, die bricht, wenn sie überschritten wird. Heute lädt eine öffentliche Seite kein JavaScript, zwei bis drei Stylesheets und die Bilder – das soll so bleiben und nachweisbar sein.
- **Abfragen je Seite zählen.** Eine Seite mit zehn verknüpften Sektionen darf nicht zehn Einzelabfragen auslösen. Messen, dann zusammenfassen.
Abnahme: keine Liste in der Verwaltung, die mehr Einträge hat als sie zeigt, ohne das zu sagen und ohne Blättern. Ein automatischer Test, der die Größe der Startseite und die Anzahl der Datenbankabfragen prüft.
### N – Installer (Nutzerauftrag vom 12.09.2026)
*Braucht: die Hostingentscheidung aus Arbeitspaket J für den Schritt „Datenbank“.*
Umut: „Einen Installer brauche ich noch wie wordpress schritt für schritt alles einrichten migration ausführen usw.“ Heute braucht eine Installation `bin/setup.php` und Konsolenzugriff – auf geteiltem Hosting ist das genau die Hürde, an der es scheitert.
**Ablauf, wie bei WordPress, aber ohne dessen Nachlässigkeiten:** eine Seite unter `/install`, die nur antwortet, solange keine Installation existiert, und danach dauerhaft 404 liefert. Schritte: (1) Systemprüfung – PHP-Version, benötigte Erweiterungen, Schreibrechte auf `var/` und den Medienordner, ob `public/` wirklich der Dokumentenstamm ist; jede Prüfung mit dem Satz, was zu tun ist, wenn sie fehlschlägt. (2) Datenbank – SQLite-Datei oder MySQL-Zugangsdaten, Verbindung sofort geprüft statt erst beim Speichern. (3) Migration ausführen, mit Ausgabe der angewandten Versionen. (4) Erstes Administratorkonto – Name und Passwort, dieselben Regeln wie in der Benutzerverwaltung. (5) Website – Name, Adresse, Sprache; dazu Kopf- und Fußbereich, Startseite sowie Datenschutz- und Impressumsgerüst anlegen. (6) Fertig: Anmeldung, und eine Liste dessen, was noch auszufüllen ist.
**Die drei Punkte, an denen WordPress-Installer regelmäßig zum Problem werden, und was hier anders läuft:**
- **Der Installer schreibt `.env`,** braucht dafür Schreibrechte im Projektstamm und sagt es, statt die Datei stillschweigend nicht zu schreiben. `APP_SECRET` wird erzeugt, nicht abgefragt.
- **Er ist nach dem ersten Durchlauf tot.** Gesperrt wird über den Zustand der Datenbank (existiert ein Konto?), nicht über eine Datei, die jemand löschen kann.
- **Er legt keine Zugangsdaten in ein Protokoll und zeigt kein Passwort erneut an.**
Abnahme: eine leere Installation ist im Browser in sechs Schritten betriebsbereit, ohne Konsole. Ein zweiter Aufruf von `/install` liefert 404. Die Systemprüfung schlägt bei fehlenden Schreibrechten fehl und sagt, welcher Pfad fehlt. Getestet gegen ein leeres Verzeichnis und eine leere Datenbank, nicht gegen die Entwicklungsinstallation.
### K – Migration von kant-it.de
*Braucht: B, C, D, E, F, H, J und Backendzugang.*