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KantSites/docs/NEUE-WEBSITE.md
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kantarciandClaude Opus 5 a2dfd0f796
CMS quality / php (8.2) (push) Canceled after 0s
CMS quality / php (8.4) (push) Canceled after 0s
CMS quality / browser (push) Canceled after 0s
CMS quality / mysql (push) Canceled after 0s
Schriften ins Repository, Anleitung fuer neue Websites, Schutzkopfzeilen
Die Lato-Dateien liegen jetzt unter public/assets/fonts/ samt OFL-Text
und einer Lizenznotiz: auf einem frischen Server fehlt nichts, und es
wird nie versehentlich von Google geladen.

docs/NEUE-WEBSITE.md beschreibt, wie eine neue Kundenwebsite entsteht -
Reihenfolge, Dokumentformat, Bilder, SEO, Pruefungen - und nennt am
Ende die fuenf Fehler, die hier immer wieder passiert sind.

Permissions-Policy ergaenzt (Kamera, Mikrofon, Standort, Sensoren aus),
X-Powered-By entfernt: der Server nannte in jeder Antwort seine genaue
PHP-Fassung. Die Browserpruefung misst die Kopfzeilen jetzt.

Behoben: der Editor kannte Schema v17, der Validator v18 - die
Beitragsnavigation liess sich in keinem aktuellen Dokument einfuegen.
Ein Test bindet die Zahl des Editors an die des Validators.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-09-13 15:28:31 +02:00

9.4 KiB
Raw Blame History

Eine neue Website mit KantSites bauen

Diese Anleitung richtet sich an den, der die Arbeit macht – Mensch oder Assistent. Sie sagt, in welcher Reihenfolge etwas entsteht, welche Entscheidung wohin gehört und welche Fehler dieses Projekt schon einmal gemacht hat. Wer sie befolgt, kommt ohne Umwege zu einer Website, die die Prüfungen besteht.

Lies zuerst: AGENTS.md (Projektregeln), docs/STATUS.md (was es gibt und was fehlt), docs/ARCHITECTURE.md (warum es so ist). Diese drei sind der Stand der Dinge; diese Datei hier ist das Kochbuch.


0. Die Grundregel

Alles, was eine Website ausmacht, steht in der Datenbank – nicht im Code. Seiten, Kopf- und Fußbereich, Menüs, Formulare, Farben, Schriften, Einstellungen. Wer für eine neue Website eine Twig-Datei anfasst oder CSS in public/assets/site.css schreibt, hat sich verlaufen: dann ändert sich das Aussehen aller Installationen, und beim nächsten Update ist es weg.

Ausnahme mit Ansage: eigenes CSS und eigenes Skript je Seite gibt es im Editor (Bereich „Code"), und es landet ebenfalls in der Datenbank.


1. Installation aufsetzen

# Eigene Datenbank und eigener Medienordner - nie gegen die Entwicklungsinstallation arbeiten.
DATABASE_URL="sqlite:///…/var/kunde.db" php vendor/bin/doctrine-migrations migrate --no-interaction
DATABASE_URL="sqlite:///…/var/kunde.db" MEDIA_DIRECTORY="…/var/kunde-media" php bin/console cms:user:create

Oder im Browser über /install – sechs Schritte, legt Startseite, Kopf, Fuß, Menü, Impressum und Datenschutzgerüst gleich mit an.

Zum Ansehen ein eigener Server auf einem eigenen Port:

DATABASE_URL="sqlite:///…/var/kunde.db" MEDIA_DIRECTORY="…/var/kunde-media" \
  SITE_ORIGIN=http://127.0.0.1:8090 php -S 127.0.0.1:8090 -t public bin/dev-router.php

bin/dev-router.php ist Pflicht: ohne ihn beantwortet der eingebaute Server /sitemap.xml und /robots.txt selbst, und die Dateien kommen ohne die Kopfzeilen, die später public/.htaccess setzt – jede Messung wäre dann falsch.


2. Inhalte anlegen: als Skript, nicht von Hand

Eine vollständige Website besteht aus Dutzenden Blöcken mit Hunderten Gestaltungswerten. Das klickt niemand zweimal. Schreibe ein Aufbauskript, das Medien hochlädt, Dokumente zusammensetzt und veröffentlicht – Vorlage ist das Skript, mit dem kant-it.de nachgebaut wurde.

Drei Eigenschaften, die ein solches Skript haben muss (alle drei sind aus Schaden gelernt):

  1. Wiederholbar. Ein zweiter Lauf aktualisiert vorhandene Seiten, statt sie zu überspringen – sonst ändert eine Korrektur im Skript nichts an der Website. Bilder werden am Titel wiedererkannt, sonst wächst die Mediathek mit jedem Lauf.
  2. Eine Quelle für Adressen. Verweise nie von Hand schreiben. Die Adresse eines Beitrags entsteht aus derselben Funktion, die den Beitrag anlegt. Im Nachbau standen vier Links im Hero von Hand darin – alle vier tot, weil die Beiträge längere Adressen bekamen.
  3. Über die Repository-Klassen, nicht per SQL. PageRepository::saveDraft() und publish() prüfen das Dokument. Ein per INSERT eingeschmuggeltes Dokument kann Felder enthalten, die der Editor nie wieder öffnen kann.

Reihenfolge im Skript: Theme → Medien → Kopf- und Fußbereich → Seiten → Beiträge → Menüs → Formulare → Einstellungen.


3. Das Dokumentformat

Ein Dokument ist {schemaVersion, title, description, blocks: [...]}. Ein Block ist {id, type, props, style, layout, children}.

  • id – höchstens 64 Zeichen, eindeutig im Dokument, erscheint als HTML-id und als CSS-Selektor. Sprechend wählen (hero-headline, nicht block-7).
  • type – siehe Liste im Editor; section, row, column, heading, text, image, button, postlist, slider, tabs, form, contact, stat, quote, iconcard, …
  • props – der Inhalt. Was hier steht, ist Text und Daten, nie Auszeichnung mit Wirkung.
  • style – {desktop: {...}, tablet: {...}, mobile: {...}}, jeder Wert aus StyleSchema. Seiten, Abstände und Ecken sind Objekte (['top' => '10px', …]), keine Kurzschreibweise.
  • layout.effects – {entrance: 'rise', delay: 'short'} für das Einblenden beim Scrollen.

Setze schemaVersion auf die aktuelle Fassung (siehe DocumentValidator::SCHEMA_VERSION), sonst sind neuere Bausteine und Eigenschaften nicht erlaubt – und der Editor kann in einem zu alten Dokument nichts einfügen.


4. Gestaltung

Erst das Theme, dann die Blöcke. Farben und Schriften gehören in die Palette (/admin/theme): ein Block, der @accent sagt, ändert sich mit dem Theme; einer, der #c1121f sagt, nicht. Die Palette färbt auch Knöpfe, Symbole, Fokusringe und den Einwilligungsdialog.

Feste Größen nur, wo sie gemeint sind. maxWidth ohne margin: auto zentriert nichts – das war hier schon zweimal die Ursache eines „geht nicht".

Die Vorschau im Editor zeigt dieselbe Ausgabe wie die Website. Was dort falsch aussieht, ist falsch – nicht „nur die Vorschau".


5. Bilder

  • Hochladen über MediaLibrary::upload(); daraus entstehen WebP-Varianten in 480/960/1600/2400 px (nie größer als das Original). Das Original wird nicht behalten.
  • Vor dem Hochladen prüfen: über 12 Megapixel oder 8000 px Kantenlänge werden abgelehnt, und ein Hostingpaket mit 128 MB Speicher schafft große Bilder nicht. Vorher auf 2400 px verkleinern.
  • Im Dokument immer alle sources mitgeben, damit srcset entsteht.
  • Ein Bild mit fester Anzeigebreite bekommt style.desktop.maxWidth – daraus entsteht das sizes-Attribut, und der Browser lädt die kleine Variante. Ohne das lud ein 190-px-Logo die 960er Datei.
  • Hintergrundbilder werden je Gerät verkleinert, auch wenn sie nur einmal gesetzt wurden.

6. Beiträge

Optional. Gibt es keine, verschwinden Archiv, Feed und Feedverweis von selbst; ein Beitragslisten-Baustein zeigt öffentlich nichts.

Beim Anlegen wählt man einen von drei Aufbauten (PostLayouts: Bildkopf, Klassisch, Magazin), für die Liste eine von vier Darstellungen (Karten, Liste, Kompakt, Wechselseitig). Beides sind Startpunkte, keine Schablonen.


7. SEO

Meistens fertig, wenn der Inhalt stimmt: Titel, Beschreibung, Canonical, Open Graph, strukturierte Daten, Sitemap, robots.txt entstehen aus dem, was dasteht. Zu setzen bleibt:

  • Titel für Suchergebnisse je Seite, wenn er sich vom Titel auf der Seite unterscheiden soll.
  • Vorschaubild beim Teilen – sonst nimmt ein Beitrag sein Beitragsbild und eine Seite gar nichts.
  • Unternehmensdaten unter Einstellungen; daraus entsteht der strukturierte Datensatz.
  • Weiterleitungen, wenn die Website eine alte ablöst. Vor dem Umzug die Adressliste der alten Website besorgen (deren sitemap.xml) und für jede Adresse, die sich ändert, eine Weiterleitung anlegen. Ohne das ist der Rang von Jahren weg.

8. Schriften

Nach dem Aufsetzen einmal php bin/console cms:fonts:fetch (oder der Knopf im Designbereich). Ohne das lädt die Website die Schriften von Google – zwei fremde Verbindungen nacheinander und die IP-Adresse jedes Besuchers an einen Dritten. Die Dateien der Pilotwebsite liegen im Repository; wählt eine neue Website andere Schriften, holt dieser Befehl sie.


9. Prüfen

In dieser Reihenfolge, gegen die neue Website:

CMS_URL=http://127.0.0.1:8090 npm run test:links     # kein toter Verweis
CMS_URL=http://127.0.0.1:8090 npm run test:browser   # Barrierefreiheit, Tastatur, ohne JavaScript, Ladebudget
MSYS_NO_PATHCONV=1 CMS_URL=http://127.0.0.1:8090 CMS_PATHS="/,/leistungen,/kontakt" npm run audit

Für npm run audit muss die Installation im Produktionsmodus laufen (APP_ENV=prod, APP_DEBUG=0), sonst misst man den Debugmodus.

Am Code geändert? Dann zusätzlich php vendor/bin/phpunit (beide PHP-Fassungen), npm run test:editor und composer format.

Zielwerte: Barrierefreiheit, Best Practices und SEO je 100. Performance mindestens 95, 100 anstreben – eine bilderreiche Startseite mit Slider landet realistisch bei 96–98.

Findet die Prüfung einen Kontrastmangel aus einer im Editor gesetzten Farbe, wird er gemeldet und nicht behoben: das ist eine Entscheidung des Redakteurs, keine des Codes.


10. Livegang

docs/LIVEGANG.md ist die Liste. Die drei Dinge, die dort am häufigsten vergessen werden: E-Mail-Versand einmal wirklich ausprobieren, Schriften holen, und die Weiterleitungen der alten Adressen prüfen.


Was in diesem Projekt immer wieder schiefging

Wer diese fünf kennt, spart sich die Suche:

  1. Eine Einstellung, die speichert und nichts tut. Das Feld war da, die Ausgabe nicht – beim Vorschaubild fürs Teilen zwei Monate lang. Nach jedem neuen Feld nachsehen, ob es vorne ankommt, und einen Test schreiben, der genau das prüft.
  2. |default(true) in Twig macht aus einem gespeicherten false ein true. Für Schalter immer ?? verwenden.
  3. Die Prüfung lief gegen die Demo, nicht gegen die Website. Feste Pfade und Linktexte in einem Prüfskript prüfen nichts, sobald der Inhalt anders ist.
  4. Messen statt vermuten. Das Vorabladen des Hero-Bildes klang richtig und kostete fünf Punkte. Jede Annahme über Geschwindigkeit wird gemessen, vorher und nachher.
  5. Der Entwicklungsserver ist nicht das Hosting. Ohne Kompression und Cache-Kopfzeilen misst man 90 statt 96 – und optimiert an der falschen Stelle.